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| Was wir wollen
Geschlechterforschung und Spiritualität
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Spirituelle Geschlechterforschung, Geschlechterforschung und Antroposophie - was ist damit gemeint?
Als noch junge Wissenschaft befasst sich die interdisziplinäre akademische Geschlechterforschung (Gender Studies) seit kaum 30 Jahren mit der soziokulturellen Wirkung von Geschlecht. Der dazu nötige unbefangene und neutrale Blick auf ein so zentrales Gebiet des Menschseins ist offensichtlich noch nicht lange möglich.
Auch das Bewusstsein für die soziale Gestaltungsmacht der Geschlechtlichkeit ebenso wie die erforderliche Bereitschaft zur eigenen Selbstreflexion als geschlechtliches Wesen scheinen ein Novum in der menschlichen Entwicklung zu sein.
Eine Geschlechterforschung auf anthroposophischer Grundlage kann sich auf die wesentlichen und oft ungewöhnlichen Angaben beziehen, die Rudolf Steiner dazu im ersten Viertel des vorigen Jahrhunderts aus seiner eigenen spirituellen geisteswissenschaftlichen Forschung heraus machte, und die bisher noch kaum beachtet und in ihrer Bedeutung ergriffen wurden.
So werden - jenseits überholter klischeehafter Rollenzuweisungen - weitreichende Dimensionen der Geschlechterdifferenz sichtbar. Diese ist keineswegs auf eine sexuell-biologische Ebene zu reduzieren sondern sollte in ihrem kulturhistorischen und allgemein menschheitlichen Kontext erkannt werden, gerade auch aus spirituellem Verständnis.
"Seit vielen tausend Jahren gibt es einen Kampf der Geschlechter… in unseren westlichen Gesellschaften stehen wir möglicherweise vor dem Ende der patriarchischen Herrschaft, aber es gibt noch kein Kultursystem, das wirklich auf einer Gleichberechtigung der Geschlechter basiert."
(Erich Fromm in einem Essay über Mann und Frau)
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Dabei geht es weder um Neid auf bestehende Vorherrschaft noch um simple Gleichmacherei, es geht vielmehr um eine künftige Sozialgestaltung,
die das Phänomen der Liebe durch ihre Strukturen nicht zu ersticken sondern
zu fördern vermag.
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